logo pfarrei550

Ewige Anbetung

Von 20. Oktober 2018 09:00 bis 11:00

Zum 1. Januar 1897 hat Bischof Petrus von Hötzl OFM die „Ewige Anbetung“ im Bistum Augsburg eingeführt. Ohne Unterbrechung sollte in der Diözese Augsburg fortan der Lobpreis des eucharistischen Herrn gefeiert werden. Bis heute setzen Pfarrgemeinden, Klöster und Gemeinschaften diesen wertvollen Gottesdienst nach ihren Möglichkeiten fort.
Manches hat sich in diesen über 100 Jahren geändert: Die Liturgische Bewegung und das II. Vatikanische Konzil haben der Eucharistie in der Opfer- und Mahlfeier der heiligen Messe wieder ihre zentrale Bedeutung zurückgegeben. Die Anbetung außerhalb der Messfeier ist dadurch etwas in den Hintergrund getreten. Dazu kommen große Veränderungen in unseren Gemeinden und im Lebensalltag der Menschen heute. Sie machen eine strikte Durchführung der Anbetung zu allen Tag- und Nachtzeiten heute nahezu unmöglich.

Darum sollten wir prüfen, wie der Lobpreis des eucharistischen Herrn in unseren Pfarrgemeinden, Gemeinschaften und im persönlichen Leben auch heute gefeiert werden kann. Ich lade Sie ein, sich mit auf diesen Weg zu machen – gerade zu Beginn des dritten christlichen Jahrtausends. Jesus Christus selbst lädt uns ein, bei ihm zu verweilen, in der Anbetung seine Nähe tiefer zu erfahren, sein Heilswerk zu betrachten, unser Verlangen nach Begegnung mit ihm im Sakrament zu stärken.
So kann sich vor dem Herrn unser Leben neu ordnen. Und ihm können wir auch all die anvertrauen, die Gott in ihrem Alltag nicht mehr finden können. Wir dürfen Gott anbeten und anflehen in der dankbaren Gewissheit: „Unser Lobpreis kann deine Größe nicht mehren, doch uns bringt er Segen und Heil“ (Präfation für Wochentage IV).

Bischof Konrad Zdarsa


­